Version 47.1 von Sabrina V. am 2025/12/09 08:55

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1 {{aagon.floatingbox/}}
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3 Innerhalb der Einstellungen zum Windows Update Management können Sie nachträglich Änderungen an bereits gesetzten Einstellungen für die [[Produkte>>doc:||anchor="HProdukte"]] und [[Klassifizierungen>>doc:||anchor="HProdukte"]] vornehmen, sowie das [[automatische Verweigern von Updates>>doc:||anchor="HAutomatischeVerweigerung"]] anpassen und die [[Test- und Freigabeprozesse>>doc:||anchor="HTestenundFreigeben"]] konfigurieren. Somit ist es möglich, auch zu einem späteren Zeitpunkt weitere Produkte und Klassifizierungen zu entfernen oder hinzuzufügen, sowie Anpassungen an den Sprachen zu berücksichtigen. Wird bei Ihnen die Auswahl an Hardware-Herstellern erweitert, können Sie auch noch im späteren Verlauf weitere Drittanbieter berücksichtigen und diese über die Einstellungen auswählen und in den Meta- und Setupdaten-Download einbeziehen.
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5 Die Einstellungen wurden bei der Ersteinrichtung im [[First Steps Wizard>>doc:ACMP.69.ACMP-Solutions.Patch Management.Windows Update Management.First Step Wizard des Windows Update Managements.WebHome]] für das Windows Update Management hinterlegt.
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7 Navigieren Sie dazu zu den [[Einstellungen>>doc:ACMP.69.ACMP-Solutions.System.Einstellungen.Windows Update Management.WebHome]] (//System// > //Einstellungen// > //Windows Update Management//) oder rufen Sie sie alternativ auch über das Plugin über [[image:1733143232645-826.png||height="17" width="18"]] //Öffnen// in der Ribbonleiste auf//.//
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9 = Produkte =
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11 Unter den Produkten werden die Einstellungen, die Sie bereits im [[First Steps Wizard>>doc:ACMP.69.ACMP-Solutions.Patch Management.Windows Update Management.First Step Wizard des Windows Update Managements.WebHome]] getroffen haben, gelistet. Hierdurch ist es Ihnen möglich, auch im Nachhinein die Konfigurationen anzupassen und sie an aktualisierte Bedingungen Ihrer Arbeitsumgebung anzupassen. Zu den gelisteten Produkten gehören:
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13 * [[Produkte>>doc:ACMP.69.ACMP-Solutions.Patch Management.Windows Update Management.First Step Wizard des Windows Update Managements.WebHome||anchor="HProdukte"]]
14 * [[Klassifizierungen>>doc:ACMP.69.ACMP-Solutions.Patch Management.Windows Update Management.First Step Wizard des Windows Update Managements.WebHome||anchor="HKlassifizierungen"]]
15 * [[Sprachen>>doc:ACMP.69.ACMP-Solutions.Patch Management.Windows Update Management.First Step Wizard des Windows Update Managements.WebHome||anchor="HSprachen"]] (sowie Microsoft 365 App-Sprachen und zusätzlichen Korrekturhilfen)
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17 [[Einstellungen zu den Produkten, Klassifizierungen und Sprachen>>image:68_CAWUM_Einstellungen_Produkte_1658.png]]
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19 Sollten Sie Produkte, Klassifizierungen oder Sprachen hinzufügen oder abwählen, können Sie diese Änderungen kompakt auf dieser Seite vornehmen. Klicken Sie zum Sichern in der Ribbonleiste auf [[image:1733144384832-822.png||height="18" width="18"]] //Speichern//.
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21 = Optionen =
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23 == Update-Download-Optionen ==
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25 Das Windows Update Management lädt im Hintergrund die verfügbaren Updates in Ihr [[File Repository>>doc:ACMP.69.ACMP-Solutions.System.Verteilte File Repositories.WebHome]] herunter. Der Download ist dabei zweigeteilt und die Metadaten werden über einen separaten Job heruntergeladen. Bei diesen Download-Optionen geht es hauptsächlich darum, wie die Setup-Dateien heruntergeladen werden. Über die Schaltfläche können Sie den Download-Typ für die Installationsdateien auswählen:
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27 |**Download-Typ**|**Beschreibung**|
28 |**On Demand – nur herunterladen, wenn mindestens ein Client das Update benötigt**|Dies ist die Standardeinstellung, die auch empfohlen wird.
29 Mit dem Download werden die Metadaten heruntergeladen, die alle nötigen Informationen enthalten. Es wird jedoch erst bei einer Rückmeldung seitens des Clients der Download der Setup-Dateien angestoßen. Das bedeutet, dass nur die Setup-Dateien der Updates heruntergeladen werden, die auch von mindestens einem Client benötigt werden.{{aagon.infobox}}Sie können auch über die Option //Updates dieser Produkte und Klassifizierungen immer herunterladen// ein weiteres Kriterium festlegen, wonach noch weitere Updates bezogen werden, die vielleicht sonst nicht mit in dem definierten Prozess integriert wären. Lesen Sie das im Abschnitt zu den [[Besonderheiten zu Updates dieser Produkte und Klassifizierungen immer herunterladen>>doc:||anchor="HBesonderheitzuUpdatesdieserProdukteundKlassifizierungenimmerherunterladen"]] nach.{{/aagon.infobox}}|(((
30 [[image:67_CAWUM_Option nur herunterladen_497.png||height="527" width="1705"]]
31 )))
32 |**Immer – alle Updates herunterladen**|Mit dieser Einstellung werden die Setup-Dateien von **allen** Updates heruntergeladen. Das ist auch dann Fall, wenn sie von keinem Client installiert oder benötigt werden.{{aagon.warnungsbox}}Beachten Sie, dass mit diesem Download-Typ entsprechend auch der Speicherplatzbedarf am höchsten ist, da sämtliche Setup-Dateien in Ihr File Repository heruntergeladen werden. Der hier angeforderte Speicherplatz kann schnell in die mehreren 100 GB gehen.{{/aagon.warnungsbox}}| [[image:67_CAWUM_Option immer herunterladen_578.png||height="75" width="545"]]
33
34 Falls Ihr File Repository nicht den benötigten Speicherplatz bereitstellen kann, empfehlen wir Ihnen den ACMP Server in ein [[File Repository auszulagern>>doc:ACMP.69.ACMP-Solutions.System.Verteilte File Repositories.WebHome||anchor="HACMPServerRepositorymithilfeeinesToolsauslagern"]].
35
36 {{aagon.infobox}}
37 Beachten Sie den freien Speicher auf Ihren verteilten File Repositories.
38 Wenn Sie den Inhaltstyp Windows Updates aktivieren, werden die Setup-Dateien abhängig vom [[Sync-Profil>>doc:ACMP.69.ACMP-Solutions.System.Verteilte File Repositories.WebHome||anchor="HSync-Profile"]] auf die [[verteilten File Repositories>>doc:ACMP.69.ACMP-Solutions.System.Verteilte File Repositories.WebHome]] kopiert.
39 {{/aagon.infobox}}
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41 Mit der Checkbox //Nur Updates herunterladen jünger als //können Sie ein konkretes Datum für die Downloads festlegen. Aktivieren Sie dazu die Checkbox und wählen Sie ein Datum aus, welches die zeitliche Eingrenzung festlegt.
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43 [[Update-Download-Optionen>>image:68_CAWUM Einstellungen Update-Download-Optionen_1337.png||alt="67_CAWUM Einstellungen Update-Download-Optionen_1337.png"]]
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45 == Besonderheit zu //Updates dieser Produkte und Klassifizierungen immer herunterladen// ==
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47 Mit dem Download-Typ //On Demand – nur herunterladen, wenn mindestens ein Client das Update benötigt //können Sie eine weitere Einstellung vornehmen, um Ausnahmen für die Updates festzulegen, die von der eigentlichen Konfiguration nicht betroffen sind. Hierfür ist Voraussetzung, dass Sie die Checkbox „Updates dieser Produkte und Klassifizierungen immer herunterladen“ aktivieren. Mit ihr können Sie Ausnahmen definieren, bei denen die Updates immer heruntergeladen werden, sobald welche verfügbar sind und Ihren Kriterien (den Klassifizierungen) entsprechen.
48 Mit dieser Einstellung ist es irrelevant, dass Sie den //On Demand//-Typen gewählt haben, denn hiermit soll sichergestellt werden, dass alle wichtigen Updates (zum Beispiel kritische oder sicherheitsrelevante Updates) zeitnah bereitgestellt und schnell auf den Clients verteilt werden können.
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50 [[image:67_CAWUM_Ausnahme Option Grafik_809.png||data-xwiki-image-style-alignment="center"]]
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52 ==== Vorgehensweise ====
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54 Aktivieren Sie die Option, indem Sie zunächst die Checkbox „Updates dieser Produkte und Klassifizierungen immer herunterladen“ anhaken. Dadurch wird der untere Bereich (//Produkte und Klassifizierungen//) editierbar. Wählen Sie nun alle Einträge aus, die miteinander kombiniert und dadurch für den Download-Typ berücksichtigt werden sollen.
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56 {{aagon.infobox}}
57 Sie legen mit dieser Option explizite Ausnahmen fest, nach denen die Updates dennoch heruntergeladen werden sollen.
58 {{/aagon.infobox}}
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60 Wählen Sie nun aus den Produkten den Eintrag aus, den Sie für die Ausnahme bestimmen wollen. In der nachfolgenden Abbildung ist es //Microsoft Defender Antivirus//. Setzen Sie nun unter den Klassifizierungen überall einen Haken, für welche Art von Updates der Download stattfinden soll. Für den Microsoft Defender sollen beispielsweise nur kritische und sicherheitsrelevante Updates immer heruntergeladen werden.
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62 [[On-Demand Einstellungen für den Download von Updates>>image:67_CAWUM Download-Typ On Demand_932.png]]
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64 {{aagon.infobox}}
65 Sie können einen zeitlichen Rahmen bestimmen, in dem festgelegt wird, welche Updates heruntergeladen werden dürfen. Tragen Sie dafür die Anzahl der Monate ein, die für den Download berücksichtigt werden sollen. Der Standardwert sind 24 Monate.
66 {{/aagon.infobox}}
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68 Klicken Sie in der Ribbonleiste auf [[image:1733143743698-898.png||height="18" width="18"]] //Speichern//, um Ihre Änderungen zu sichern. Durch die Anpassungen werden auch die Updates heruntergeladen, die womöglich (noch) nicht von den Clients angefragt, jedoch von Ihnen als wichtig eingestuft wurden. Dieser Prozess wird im Hintergrund durch den Setup-Download angestoßen, der zeitnah danach ausgeführt wird. Mit diesem Vorgehen stellen Sie sicher, dass z.B. kritische Sicherheitsupdates rechtzeitig heruntergeladen werden und als Setup-Dateien bereitliegen, wenn zeitnah die Updates benötigt werden.
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70 {{aagon.warnungsbox}}
71 Gehen Sie mit der Anzahl der ausgewählten Produkte und Klassifizierungen für Updates vorsichtig um, da es andernfalls zu einem hohen Speicherplatzbedarf kommen kann und der Option// Immer – alle Updates herunterladen //gleichkommt.
72 {{/aagon.warnungsbox}}
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74 {{aagon.infobox}}
75 Diese Option anzuhaken hilft Ihnen dabei, dass ACMP sich nach der von Ihnen festgelegten Zeit von selbst beginnt zu bereinigen. Überholte Updates, Patches etc. werden durch diese Option automatisch aussortiert. Sollten Sie einen funktionierenden Updateprozess bei sich eingeführt haben, können Sie die Option deaktiviert lassen.
76 {{/aagon.infobox}}
77
78 == Automatisches Akzeptieren von Update-EULAs ==
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80 Über diese Checkbox können Sie automatisch jegliche Update-Änderungen der EULAs akzeptieren. Dabei werden die EULAs automatisch ungelesen angenommen, ohne dass Sie die geänderten Nutzungsbedingungen lesen.
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82 {{aagon.warnungsbox}}
83 Das automatische Akzeptieren von EULAs kann gegen geltendes Recht in Ihrem Land verstoßen.
84 {{/aagon.warnungsbox}}
85
86 == Optionen für Client-Synchronisierung ==
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88 Mit den //Optionen für Client-Synchronisierung //können Sie entweder verweigerte oder zurückgezogene Updates synchronisieren. Sollte bei dem Durchlauf des Windows Update Scanners erfasst werden, dass ein Client ein verweigertes oder zurückgezogenes Update benötigt, könnte dieser Zustand umgangen werden.
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90 |**Option**|**Beschreibung**
91 |**Verweigerte Updates synchronisieren**|Es werden zusätzlich verweigerte Updates vom ACMP Server abgefragt. Dies ermöglicht einem Client installierte oder benötigte abgelehnte Updates zu melden. Sollte beispielsweise vermutet werden, dass ein Client dringend ein verweigertes Update benötigt, um funktionsfähig zu bleiben, könnte diese Option ausgewählt werden.
92 Mit der Aktivierung der Option wird die Leistung und der Datenverkehr beeinträchtigt, da eine große Menge an zusätzlichen Updates ins System geladen werden.
93 |**Zurückgezogene Updates synchronisieren**|Es werden zusätzlich zurückgezogene Updates vom ACMP Server abgefragt. Updates können von Microsoft aufgrund verschiedener Gründe zurückgezogen werden, z.B. wenn sie Probleme verursachen oder veraltet sind.
94 Durch die Aktivierung der Option werden die zurückgezogenen Updates dem ACMP Server gemeldet und lassen sich erst über die Console deinstallieren.
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96 Hintergrund dessen ist, dass bestimmte Updates standardmäßig nicht mit den Clients synchronisiert werden, da dadurch bewusst Probleme vermieden und die Performance verbessert werden sollen.
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98 Haken Sie die entsprechende Option nach Bedarf an. Um Ihre Änderungen zu speichern, klicken Sie auf  [[image:1733143922810-452.png||height="18" width="18"]] //Speichern//.
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101 [[Einstellungen zum Windows Update Management>>image:69_CAWUM Einstellungen_Optionen2_1070.png||alt="67_CAWUM Einstellungen_Optionen2_1070.png"]]
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103 = Automatische Verweigerung =
104
105 Über diese Einstellung können Sie sich einen Filter bauen, der anhand der zutreffenden Kriterien die Updates automatisch verweigert. Anschließend werden die verweigerten Updates, die in die Filterung einfallen, durch den Bereinigungsjob von der Festplatte gelöscht. Standardmäßig wird beim erstmaligen Öffnen des Filters das Feld „Zuletzt gebraucht am“ vorgeschlagen, da es das Verhalten bis zur ACMP Version 6.9 entsprach: Alle Updates, die nach der definierten Anzahl an Tagen als nicht benötigt erkannt wurden, werden automatisch verweigert und durch die Serveraufgabe entfernt.
106
107 Ein Update gilt als nicht mehr benötigt, wenn dieses beispielsweise im konfigurierten Zeitraum nicht mehr von den Clients angefragt wurde (Filteroption: Zuletzt gebraucht am) oder bestimmte Typen von Updates generell keine Relevanz haben (Preview Updates eines bestimmten Drittanbieters o.ä.). Mithilfe des Filters können Sie das automatische Verweigern von Windows Updates definieren und individuell nach Ihren Kriterien bestimmen, was verweigert werden soll und was nicht.
108
109 {{aagon.infobox}}
110 Das Feld „Zuletzt gebraucht am“ hilft Ihnen dabei, dass ACMP sich nach diesem erfüllten Kriterium und ggf. weiteren Filteroptionen, nach der von Ihnen festgelegten Zeit von selbst beginnt zu bereinigen. Überholte Updates, Patches etc. werden durch diese Option automatisch aussortiert. Sollten Sie einen funktionierenden Updateprozess bei sich eingeführt haben, können Sie die Option deaktiviert lassen.
111 {{/aagon.infobox}}
112
113 (% class="wikigeneratedid" %)
114 Um den Filter zu nutzen, müssen Sie zunächst einen Haken unter //Updates automatisch verweigern// setzen. Klicken Sie anschließend auf den Button [[image:1765197145912-200.png]] Filter für das automatische Verweigern von Updates. Es öffnet sich ein neuer Wizard, in dem Sie sich nun einen individuellen Filter konfigurieren können, nach dem künftig die Updates verweigert werden sollen. Hilfreiche Tipps hierfür und Erklärungen für die verschiedenen Filteroptionen finden Sie [[hier>>doc:ACMP.69.ACMP-Solutions.Client-Management.Container.Container verwalten.WebHome]].
115
116 [[Filter für das automatische Verweigern von Updates>>image:69_CAWUM_FIlter Konfiguration für das automatische Verweigern_965.png]]
117
118 **Weitere Beispiele:**
119
120 In den nachfolgenden Beispielen werden exemplarisch einige Filterkonstellationen erläutert, die automatisch diese Updates verweigern sollen. Beachten Sie dabei, dass es entscheidend ist, auf welcher Ebene Sie sich befinden bzw. die Filteroption setzen. Diese kann damit maßgeblich entscheiden, ob ein Update explizit verweigert werden soll, wenn eine Bedingung oder mehrere zutreffen.
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122 {{box}}
123 **Tipp**: Wie Sie einen Filter erstellen und welche verschiedenen Filtermodi und Grundelemente es zu den jeweiligen Filtern gibt, finden Sie unter [[//Arbeiten mit den Filtertypen//>>doc:ACMP.69.ACMP-Solutions.Client-Management.Container.Container verwalten.Arbeiten mit den Filtertypen.WebHome]].
124 {{/box}}
125
126 Beispiele: 
127
128 * “Alle Updates verweigern, die in der Bezeichnung den String %ARM64% beinhalten"
129
130 * “Alle Updates, die von Microsoft zurückgezogen wurden (Ablaufstatus IN Zurückgezogen)"
131
132 * “Alle Updates, die seit über 180 Tagen nicht gebraucht wurden.”
133
134 In dieser Konstellation werden die Updates automatisch verweigert (Bedingung: ODER), die die Bezeichnung ähnlich %ARM64% tragen, den Ablaufstatus „Zurückgezogen“ haben oder zuletzt vor mehr als 180 Tagen als gebraucht gemeldet wurden (Filter: Zuletzt gebraucht am „nicht in den letzten x Tagen“). 
135
136 [[image:69_CAWUM Filter 1.png||data-xwiki-image-style-alignment="center"]]
137
138 **Beispiel „Verweigerung von Microsoft Defender Antivirus Updates, die länger als X Tage nicht benötigt wurden **
139
140 Da Defender Updates eher kurzlebig sind, ist es möglich, dass man diese unter Umständen etwas schneller verweigern möchte, damit diese nicht unnötig Festplattenspeicher verbrauchen. Das kann man beispielsweise wie folgt realisieren: Es erfolgt eine automatische Verweigerung von Updates, die den Update Produktnamen „Microsoft Defender Antivirus“ (Filter: In) haben und das Feld „Zuletzt gebraucht am“ (Filterwert: nicht in den letzten) in 14 Tagen haben.  
141
142 [[image:69_CAWUM Filter 2.png||data-xwiki-image-style-alignment="center"]]
143
144 **Beispiel „Verweigerung von Microsoft Edge Updates, die sich im Beta- oder Dev-Channel befinden “ **
145
146 In dieser Konstellation sind zwei Filteroptionen miteinander kombiniert: Es werden nur Updates automatisch verweigert, die den Produktnamen „Microsoft Edge“ (Filter: In) haben __UND__ die Bezeichnung %Microsoft Edge-Beta Channel% (Filter: ähnlich) ODER %Microsoft Edge-Dev Channel% haben. Durch diese Kombination werden also alle Updates verweigert, die dem Beta- oder Dev Channel zugeordnet sind. Durch die Wildcards werden beliebig viele Zeichen berücksichtigt. 
147
148 [[image:69_CAWUM Filter 3.png||data-xwiki-image-style-alignment="center"]]
149
150 **Beispiel “Verweigerung von Windows 11 22H2 Updates”  **
151
152 Es erfolgt eine automatische Verweigerung von Updates, die den Update Produktnamen „Windows 11“ (Filter: In) tragen __und__ eine Bezeichnung (Filter: ähnlich) „“22H2%“ haben. Die Prozentzeichen stehen hierbei für eine Wildcard. Es werden also auch ähnlich lautende Versionsupdates von Windows 11 mit dieser Filterkonstellation verweigert. 
153
154 [[image:69_CAWUM Filter 4.png||data-xwiki-image-style-alignment="center"]]
155
156 **Kombination aller Filteroptionen **
157
158 Sie können auch gezielt innerhalb des Filters eine komplexere Filterkombination erstellen, indem Sie die einzelnen Filteroperatoren miteinander in Verbindung setzen.
159
160 Achten Sie hierbei aber darauf, dass der oberste Operator maßgeblich für die unteren Bedingungen ebenfalls gilt und eine UND/ODER Korrelation zwischen den einzelnen Filtern besteht.
161
162 In der nachfolgenden Abbildung sehen Sie, wie man die oben beschriebenen Anwendungsfälle zu einem komplexen Filter zusammenführen kann. 
163
164 [[Filterkombination zum Verweigern von Updates>>image:69_CAWUM Automatisches Verweigern Updates Beispiele_1732.png]]
165
166 Mit dem erweiterten Filter ist es möglich, sich auf die jeweiligen Umgebungen einzulassen und dort genau die Updates bereitzustellen, die Ihren Kriterien entsprechen.  
167
168 Fahren Sie Ihre Arbeiten fort, indem Sie sich auf der zweiten Seite eine Vorschau anzeigen lassen, welche Windows Updates durch die Filterung automatisch verweigert werden. Beenden Sie die Konfigurationen und klicken Sie auf //Fertig//. Sichern Sie Ihre Änderungen in der Ribbonleiste und speichern sie diese.
169
170 [[Automatische Verweigerung von Windows Updates>>image:69_CAWUM Automatische Verweigerung von Windows Updates Einstellungen_993.png]]
171
172 = Drittanbieterkataloge =
173
174 Über die Drittanbieterkataloge lassen sich auch Updates anderer Anbieter, die nicht von Microsoft stammen, beziehen.
175 Hierzu gehören derzeit die Updates der Anbieter //HP//, //Lenovo //und //Dell//. Lesen Sie [[hier>>doc:ACMP.69.ACMP-Solutions.Patch Management.Windows Update Management.Drittanbieterkataloge.WebHome]] mehr zu den Drittanbieterkatalogen.
176
177 = Testen und Freigeben =
178
179 Ein wichtiger Teil im Windows Update Management ist das automatisierte Verteilen von ausgewählten Updates. Dazu muss der sogenannte Test- und Freigabeprozess definiert werden, nach dem die Verteilung erfolgt. Hier können Sie konkret anhand von einem eigenen Prozess jedes Produkt, welches inbegriffen sein soll, den passenden Klassifizierungen zuweisen. Anschließend lassen sich die Übergänge in die verschiedenen Testringe und die Verweildauer, was ein Update einhalten soll, festlegen. Mit letzterer Option können Sie bestimmen, wie schnell veröffentlichte Updates und Upgrades bei Ihnen im Unternehmen zum Einsatz kommen und installiert werden dürfen.
180
181 {{box}}
182 **Tipp: **Lesen Sie im Exkurs //[[Wie hängen die Produkte und Klassifizierungen in ACMP zusammen?>>doc:ACMP.69.ACMP-Solutions.Patch Management.Windows Update Management.Exkurse und FAQ.Exkurs\: Wie hängen Produkte und Klassifizierungen in ACMP zusammen?.WebHome]]// nach, wie sich die beiden Bereiche beeinflussen.
183 {{/box}}
184
185 Mit der Auslieferung von ACMP ist ein Default Test- und Freigabeprozess definiert, wodurch die Updates direkt freigegeben werden.
186
187 {{aagon.infobox}}
188 Beachten Sie, dass es sich dabei um einen Standard-Test- und Freigabeprozess für Windows Updates handelt. Jedes Windows Update, dass nicht explizit einem benutzerdefinierten Test- und Freigabeprozess zugewiesen wurde, wird immer diesem Prozess zugewiesen. Aus diesem Grund sind für den Default Test- und Freigabeprozess keine Filtereinstellungen verfügbar.
189 {{/aagon.infobox}}
190
191 Um einen bestehenden Test- und Freigabeprozess zu bearbeiten ([[image:1733144849912-156.png]]) (//STRG + E//) oder zu löschen ([[image:1733144849912-908.png]]) (//Entf//), klicken Sie den entsprechenden Eintrag in der Liste an und drücken Sie den Button der jeweiligen Aktion. Beim Bearbeiten öffnet sich ein neues Fenster, wo Sie die allgemeinen Angaben und die Inhalte (Produkte und Klassifizierungen) bearbeiten oder die Konfiguration nochmals anpassen können.
192
193 Über die Pfeile an der Seite können Sie die Prioritäten der jeweiligen Prozesse verschieben. Lesen Sie dazu mehr im Abschnitt [[//Prioritäten der Test- und Freigabeprozesse ändern//>>doc:||anchor="HPrioritE4tenderTest-undFreigabeprozesseE4ndern"]].
194
195 [[Übersicht der Test- und Freigabeprozesse>>image:67_CAWUM EInstellungen_Übersicht Test- und Freigabeprozess_1059.png]]
196
197 == Test- und Freigabeprozess hinzufügen ==
198
199 Um einen neuen Test- und Freigabeprozess hinzuzufügen, klicken Sie in der oberen Leiste auf den gleichnamigen Button ([[image:1733144928460-805.png]]) oder drücken Sie in der geöffneten Console die Tastenkombination //STRG + N//. Es öffnet sich ein Wizard, in dem Sie auf der ersten Seite einen Namen und eine Beschreibung eingeben können.
200
201 {{box}}
202 **Tipp:** Geben Sie dem Test- und Freigabeprozess einen eindeutigen Namen, um im späteren Verlauf den richtigen Prozess zuweisen zu können. Hier kann es hilfreich sein, wenn Sie das Produkt namentlich benennen, z.B. „Defender Test- und Freigabeprozess“ oder „Office Test- und Freigabeprozess“ und für jedes Produkt/jede Produktsammlung einen eigenen Prozess erstellen.
203 {{/box}}
204
205
206 [[Allgemeine Informationen zum Test- und Freigabeprozess hinzufügen>>image:67_Einstellungen_Test- und Freigabeprozess hinzufügen_966.png]]
207
208 Klicken Sie anschließend auf //Weiter >//, um den Inhalt dieses Test- und Freigabeprozesses festzulegen. Auf der nächsten Seite sind die auswählbaren Produkte und Klassifizierungen in zwei Bereiche aufgeteilt.
209
210 {{aagon.infobox}}
211 Beachten Sie, dass Sie unter den Produkten **NUR **die Produkte auswählen können, die Sie im [[First Steps Wizard>>doc:ACMP.69.ACMP-Solutions.Patch Management.Windows Update Management.First Step Wizard des Windows Update Managements.WebHome]] oder später in den [[Einstellungen>>doc:]] angehakt haben. Sollten Sie bemerken, dass Ihnen hier essenzielle Einträge fehlen, müssen Sie den Wizard abbrechen und diese erst hinzufügen, ehe Sie weitermachen können.
212 {{/aagon.infobox}}
213
214 {{box}}
215 **Tipp:** Wie bereits erwähnt, ist es ratsam, für jedes Produkt/jede Produktgruppe einen eigenen Test- und Freigabeprozess zu erstellen. Mischen Sie nicht verschiedene Produkte, sollten unterschiedliche Klassifizierungen verschiedene Prozesse beinhalten. Legen Sie lieber für jedes Produkt mit der jeweiligen Klassifikation einen eigenen Prozess an, damit Sie den Verteilungsgrad individueller bestimmen können.
216 {{/box}}
217
218 In diesem Beispiel soll der Freigabeprozess für das Produkt //Office// > //Microsoft 365 Apps/Office 2019/Office LTSC// bestimmt werden. Haken Sie also diesen Eintrag an und wählen Sie die Klassifizierungen aus, die dadurch abgedeckt werden sollen. Lesen Sie [[hier>>doc:ACMP.69.ACMP-Solutions.Patch Management.Windows Update Management.Konfigurationsmöglichkeiten im Windows Update Management.WebHome||anchor="HKlassifizierungen"]] nochmal ggf. nach, welche Art von Update was abdeckt. Hier sollen alle Arten von „Updates“ berücksichtigt werden (//Critical-//,// Definition-//,// Security Updates//, //Update Rollups// und //Updates//). Klicken Sie erneut auf //Weiter >//, nachdem Sie alle relevanten Checkboxen aktiviert haben.
219
220 [[Inhalte für Test und Freigabe definieren>>image:67_Einstellungen_Inhalte für Test und Freigabe_966.png]]
221
222 Auf der letzten Seite müssen Sie nun die Testringkonfiguration festlegen. Der Aufbau, der hier hinterlegten Ringe, verhält sich ähnlich und durchläuft immer wieder den gleichen Ablauf: Die Updates lassen sich entweder manuell oder automatisch (nach einer von Ihnen festgelegten Anzahl an Tagen) von //Kein Ring //in den //Testring 1 //und //Testring 2 //verschieben, bis sie den Freigabering erreicht haben, wo sie auf allen Clients verteilt und installiert werden, die die Anforderungen der Updates erfüllen.
223 Den jeweiligen Verteilungsprozess und -ring können Sie dann über das Grid im Windows Update Management unter dem Tab //Updates //einsehen. Die beiden Einträge beziehen sich auf die von Ihnen hier getroffenen Konfigurationen und werden als Tabelleneinträge mit gelistet.
224
225 Alle heruntergeladenen Updates befinden sich zunächst in //Kein Ring//. Über die Radiobutton haben Sie die folgenden Möglichkeiten:
226
227 **Kein Ring**
228
229 |(% style="width:399px" %)Updates manuell in den nächsten Ring verschieben.|(% style="width:1293px" %)Es erfolgt nur eine Verschiebung des Updates, wenn Sie es manuell in den nächsten Ring verschieben.
230 |(% style="width:399px" %)(((
231 Updates automatisch in Testring 1 verschieben.
232 )))|(% style="width:1293px" %)Legen Sie hier die Wartezeit in Tagen fest, wie lange ein Update mindestens in diesem Ring gewesen sein muss, ehe er automatisch in den Testring 1 verschoben wird.
233 |(% style="width:399px" %)Überspringe diesen Ring und verschiebe Updates direkt in den nächsten Ring, nach Erreichen des Verteilungsstatus //Synchronisation //oder //Synchronisiert//|(% style="width:1293px" %)(((
234 Hier ist der Stand der heruntergeladenen Dateien im File Repository entscheidend. Wenn die Dateien auf den zuständigen File Repositories bereits verteilt sind, lautet der Verteilungsstatus //Synchronisiert//, da sie abrufbar sind.
235
236 //Synchronisation //bedeutet, dass der Prozess noch läuft oder derzeit stattfindet, weil die Dateien eingereiht werden und noch nicht vollständig vorhanden sind.
237
238 {{aagon.infobox}}
239 Sollte das File Repository sich noch synchronisieren, kann es sein, dass die Dateien dann nicht übermittelt werden, weil es die Daten noch nicht erhalten hat, die angefordert wurden. In diesem Fall sollten Sie ein bisschen warten, ehe der Status sich verändert hat.
240 {{/aagon.infobox}}
241 )))
242
243 Nachdem die Updates von //Kein Ring //in den //Testring 1 //verschoben wurden, müssen Sie den weiteren Verlauf definieren:
244
245 **Testring 1**
246
247 |(% style="width:398px" %)Updates manuell in den nächsten Ring verschieben.|(% style="width:1294px" %)Es erfolgt nur eine Verschiebung des Updates, wenn Sie es manuell in den nächsten Ring verschieben.
248 |(% style="width:398px" %)(((
249 Updates automatisch in Testring 2 verschieben.
250 )))|(% style="width:1294px" %)Geben Sie hier an, nach wie vielen Tagen die Updates automatisch in den Testring 2 verschoben werden sollen. Die Wartezeit muss in Tagen eingetragen werden.
251 |(% style="width:398px" %)Sobald die Installationsdateien verfügbar sind diesen Ring überspringen und Updates direkt in den nächsten Ring verschieben.|(% style="width:1294px" %)Hierbei wird dieser Ring übersprungen und Updates werden in den nächsten Ring verschoben.
252
253 **Testring 2**
254
255 |(% style="width:396px" %)Updates manuell in den nächsten Ring verschieben.|(% style="width:1296px" %)Es erfolgt nur eine Verschiebung des Updates, wenn Sie es manuell in den nächsten Ring verschieben.
256 |(% style="width:396px" %)(((
257 Updates automatisch in Freigabering verschieben.
258 )))|(% style="width:1296px" %)Hierbei geben Sie an, nach wie vielen Tagen die Updates in den Freigabering verschoben werden sollen.
259 |(% style="width:396px" %)Sobald die Installationsdateien verfügbar sind diesen Ring überspringen und Updates direkt in den nächsten Ring verschieben.|(% style="width:1296px" %)Hierbei wird dieser Ring übersprungen und Updates werden in den nächsten Ring verschoben.
260
261 Alle Updates, die nun die Verteilungsringe durchlaufen haben, befinden sich jetzt im Freigabering. Der Freigabering stellt die letzte Stufe vor der Verteilung und Installation der Updates auf den Clients dar.
262
263 {{aagon.infobox}}
264 Es werden nur Updates auf einen Client verteilt und installiert, wenn dieser auch alle Anforderungen (z.B. das passende Betriebssystem, Client meldet das Update als benötigt oder die EULA muss aktiviert werden) des Updates erfüllt.
265 {{/aagon.infobox}}
266
267 [[Beispiel Konfiguration eines Test- und Freigaberings>>image:67_Einstellungen_Test- und Freigabeprozess Konfiguration_966.png]]
268
269
270 Beenden Sie die Konfigurationen und klicken Sie auf //Fertig//. Der neu hinzugefügte Prozess wird nun in der Übersicht gelistet und kann verteilt werden.
271
272 Nach dieser Konfiguration würde das Ergebnis wie folgt lauten:
273 Alle von Microsoft erschienenen Updates zum Produkt //Microsoft 365 Apps/Office 2019/Office LTSC //mit den Klassifizierungen //Critical-//,// Definition-//,// Security Updates//, //Update Rollups// und //Updates// würden, nachdem sie von Ihnen heruntergeladen wurden, erstmal in den Testring 1 gelegt. Dort bleiben sie sieben Tage liegen, bis sie in den Testring 2 übergeben und nach weiteren sieben Tagen, schlussendlich freigegeben werden würden.
274
275 {{aagon.infobox}}
276 Microsoft hat einen festgelegten Updatezyklus, nach dem es neue Releases gibt. Lesen Sie in dem Exkurs „[[//Update Zyklus: Wie kommt das Update von Microsoft auf den ACMP Client?//>>doc:ACMP.69.ACMP-Solutions.Patch Management.Windows Update Management.Exkurse und FAQ.Exkurs\: Update Zyklus\: Wie kommt das Update von Microsoft auf den ACMP Client?.WebHome]]“ nach, welche Schritte jeweils durchlaufen werden und wie die Test- und Freigabeprozesse dort einwirken.
277 {{/aagon.infobox}}
278
279 == Prioritäten der Test- und Freigabeprozesse ändern ==
280
281 Prioritäten von Test- und Freigabeprozesse können Sie ändern, sollten die gleichen Produkte in verschiedenen Prozessen vorkommen. Durch die Priorität wird geregelt, welche Updates zuerst verteilt werden können.
282
283 Die Priorität des jeweiligen Prozesses erkennen Sie innerhalb der Tabelle auf der linken Seite. Unterhalb der Sternchenspalte stehen die Zahlen für die Art der Priorität. Die Priorisierung funktioniert wie folgt: **Je kleiner die Zahl ist, desto höher ist die Priorität. **Verändern Sie die Reihenfolge, indem Sie die Pfeile ([[image:1733145433176-476.png]] ,[[image:1733145433176-745.png]] ,[[image:1733145433176-934.png]] ,[[image:1733145433177-660.png]] ) nutzen und die Prozesse an die jeweilige Stelle verschieben.
284
285 {{box}}
286 **Beispiel:** Das Produkt Microsoft Defender Antivirus (Windows > Microsoft Defender Antivirus) wird sowohl im Prozess „Microsoft Sicherheitsupdates“ als auch „Defender Test- und Freigabeprozess“ ausgewählt/verwendet. „Microsoft Sicherheitsupdates“ hat die Priorität 1, der „Defender Test- und Freigabeprozess“ die Priorität 6. Da es nur eine Zuordnung innerhalb des Test- und Freigabeprozess gibt, wird die mit der höchsten Priorität ausgewählt. Die Verteilung für die Updates erfolgt demnach über den „Microsoft Sicherheitsupdates“-Prozess.
287 {{/box}}
288
289 [[Prioritäten der Test- und Freigabeprozesse ändern>>image:67_CAWUM Priorität Test- und Freigabeprozess_461.png]]
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